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Der Marsch des Lebens in Heidelberg

Gemeinsam wollen wir einen Gedenk- und Versöhnungsmarsch veranstalten.

  • Wir gedenken an die Opfer der Schoah (Holocaust).
  • Wir stellen uns an die Seite Israel und des jüdischen Volkes
    und wir wollen ein Zeichen der Versöhnung setzen.
  • Die Geschichte soll und darf sich nicht wiederholen.

Wir sehnen uns nach einer Versöhnungskultur, die sich von Abspaltung, Verdrängung, vom Schweigen und von Schuldzuweisungen auf Andere, vom Verharmlosen, vom Schönreden, Verleugnen und Vertuschen distanziert und stattdessen von Mut gekennzeichnet ist und beim eigenen, persönlichen Fehlverhalten anfängt.

Wir Gedenken an unsere jüdischen Mitbürgerinnen und -bürger, die in den Jahren 1933 bis 1945 dem unmenschlichen Nazi-Terror ausgesetzt waren:
. ... in Heidelberg ... in Mannheim ... in Weinheim

Die Botschaft des Marsches


Erinnern

Aufarbeitung der Vergangenheit, Holocaustüberlebenden eine Stimme geben.

Versöhnen

Heilung und Wiederherstellung zwischen den Nachkommen der Täter- und Opfergeneration.

Ein Zeichen setzen

... für Israel und gegen den modernen Antisemitismus.

Die Werte


  • Wir erklären, dass wir als Nation gemäß Genesis Kapitel 12 Vers 3 dazu bestimmt sind, ein Segen für Israel zu sein!
  • Wir erklären, dass wir das Andenken an den Holocaust und die Stimme der Überlebenden ehren und mit ihnen in der Erinnerung an das schreckliche Geschehen des Holocaust zusammenstehen.
  • Wir erklären ebenso, dass wir in einer Zeit des wieder auflebenden Antisemitismus nicht erlauben, dass sich die schweigende Gleichgültigkeit der Vergangenheit wieder ausbreiten darf.
  • Wir stehen mit dem Marsch des Lebens für Israel mit denen zusammen, die gelitten haben oder die immer noch an den Folgen des Holocaust leiden.
  • Wir geben ihnen eine öffentliche Stimme, um mit ihnen gemeinsam die "Decke des Schweigens" über unseren Städten zu zerbrechen.
  • Der Geist der Versöhnung drückt sich im Marsch des Lebens für Israel auch in der engen Zusammenarbeit mit jüdischen Gemeinden und unterschiedlichsten christlichen Kirchen, Gemeinden und Denominationen aus.
  • Der Marsch des Lebens für Israel ist kein Podium für politische Forderungen, keine Protestveranstaltung und keine Plattform für Evangelisation, sondern eine Gedenk- und Gebetsbewegung.

Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite:    MarschDesLebens.org

Ganz besonders freuen wir uns über unseren Gast

Dr. phil. Boris Michajlowitsch Zabarko aus Kiew

Er ist überlebender von Scharhorod, ukrainischer Historiker, Buchautor und wurde im Jahr 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Boris Zabarko war fünf Jahre alt, als in seiner Heimatstadt Scharhorod ein Ghetto für Juden entstand. Er selbst hat die Schrecken des Krieges erlebt und ist ein wichtiger Zeuge jener schrecklichen Zeit. Er ist Autor von vielen Büchern und Artikeln - veröffentlicht in Deutschland, England, Israel, Österreich, Russland, Ukraine, Ungarn, USA und der Tschechoslowakei. In Deutschland erschienen mehrere Bände über die Schoah in der Ukraine.
Nur wir haben überlebt (erschienen 2014 im Dittrich Verlag) ist ein Buch mit ergreifenden und erschütternden Berichten von Überlebenden der Gettos in der Ukraine.

Als 1993 in Wien die von Wissenschaftlern aus den USA, Israel und Deutschland erstellte Enzyklopädie des Holocaust präsentiert worden ist, fand sich zum Entsetzten von Boris Zabarko kaum Material über die Massenmorde der Ukrainer. Auf seine Frage des „Warum?“ bekam er folgende Antwort: „Ihr selbst habt doch sehr wenig, ja fast gar nichts dazu geschrieben.“ Zeugnisse, Erinnerungen und Berichte von Überlebenden sind nie gesammelt worden. Die Archive sind so gut wie leer.“ Dieses Erlebnis hat Boris Zabarko geprägt und seither hat er sich dieser wichtigen und humanitären Aufgabe, mit einer nicht wieder gut-zumachenden Verzögerung (wie er sagt), angenommen. Es ist zu seiner Lebensaufgabe geworden, persönliche Schicksale der Überlebenden des Holocaust und deren Lebensbedingungen in der ehemaligen Sowjetunion für die Nachwelt aufzuschreiben.


Unser besonderer Dank geht auch an die jüdische Kultusgemeinde Heidelberg, die Dr. Boris Zabarko am Jom haScho'a (dem jüdischen Holocaust-Gedenktag am 24.04.2017) mit offenen Armen eingeladen hat.

Treffpunkt ist Sonntag, 08. April 2018 um 14:30 Uhr

am Mahnmal zur Erinnerung an die Deportation nach Gurs.
Das Mahnmal befindet sich bei der Schwanenteichanlage in der Nähe der Heidelberger Stadtbücherei
bzw. gegenüber dem Baumarkt Bauhaus.

Marsch des Lebens Route im Detail

Anfahrt

Adresse fürs Navi: Kurfürsten-Anlage 15-17, 69115 Heidelberg
Geo Koordinaten: Latitude 49.406682, Longitude 8.688201
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